China droht mit Rohstoffkontrolle – EU unter Druck
China setzt zunehmend strategisch auf Rohstoffexporte – besonders Seltene Erden und High-Tech-Metalle – um politischen Einfluss gegen die EU auszuüben. Diese Exportkontrollen verdeutlichen Pekings wachsende Wirkungsmacht – und öffnen der EU die Augen.
Chinas Macht über seltene Rohstoffe
- China deckt rund 98 % der EU-Importe bei Seltenen Erden ab (ca. 80 % der globalen Verarbeitung)
- Seit April 2025 sind Exportlizenzen für Seltene Erden, Magnete, Gallium und Germanium deutlich strenger – Verzögerungen und Enttäuschung bei europäischen Firmen inklusive
EU-Industrie unter Druck
- Schlüsselbranchen wie Elektroautos, Windkraft, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung leiden – durch fehlende Materialien oder Verzögerungen .
- Der deutsche Maschinenbauverband VDMA meldete erhebliche Lieferschwierigkeiten und forderte eine schnelle Lösung durch Exportfreigabe oder Diversifizierung
China als geopolitisches Druckmittel
- Peking nutzt Exportkontrollen gezielt als Reaktion auf westliche Sanktionen – ein Mittel der Wirtschaftskriegführung .
- So wie 2010 gegen Japan oder aktuell gegenüber den USA, zeigt es auch Europa, wer die Macht im Rohstoffbereich innehat
EU setzt Gegenmaßnahmen
- Critical Raw Materials Act (CRMA): bis 2030 will die EU 10 % ihres Esels selbst fördern, 40 % verarbeiten und 25 % recyceln
- Zudem laufen neue Förderprojekte in Australien, Kanada, Afrika, aber auch Schweden (seltenerdhaltige Lagerstätten) .
- Die EU hat zudem WTO-Klage gegen China eingereicht – wegen Exportzöllen und Beschränkungen auf 11 Rohstoffe
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Strategische Lieferketten sichern
- Handelskommissar Šefčovič fordert beschleunigte Exportlizenzen für EU-Unternehmen – zeitnahe Genehmigungen werden als dringend erachtet
- EU setzt auf internationale Partnerschaften über Global Gateway, IPCEI und Abkommen mit Partnerstaaten wie Australien, Kanada und DRC.
Folgen für Europas Zukunft
- Entwicklung und Produktion bei Hochtechnologien drohen ins Stocken zu geraten: weniger Batterien, Windturbinen und High-Tech-Geräte .
- Ohne eigene Wertschöpfung und Lagerhaltung bleibt Europa abhängig – mit strategischen und ökonomischen Risiken
Fazit
China nutzt seine Rohstoffmacht wie ein politisches Pfand – und verstärkt dadurch Europas Weckruf: Strategische Unabhängigkeit ist zwingend. Der EU-Critical Raw Materials Act, Handelsstreit vor der WTO sowie Diversifizierungs- und Partnerschaftsinitiativen zeigen erste Schritte. Doch der Weg zu resilienten Lieferketten ist lang – und entscheidend für Europas Industrie- und Klimaziele.



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